Wenn schon der Garten als eine außergewöhnlich schöne, Grüne Oase geschaffen wurde, dann sollte auch dem Zaun die Ehre gezollt werden, ihn so schön und natürlich wie möglich zu begrünen. Auf diese Weise kreiert man tatsächlich ein kleines Paradies und freut sich über den Anblick seiner Insel der Erholung und des Wohlbefindens immer wieder aufs Neue. Damit der Zaun im Grün quasi also solcher verschwindet und gar nicht erkannt wird, sollte man ihn schlichtweg mit herrlichen Pflanzen, Sträuchern und Blumen, wie auch Bäumen sogar, begrünen und bedecken.
Der richtige Zaun muss schon sein
Um einen Zaun zu begrünen, muss er natürlich aus lückenlos rings um den Garten als ein abgeschlossenes System stehen. Nur so schafft man auf diese Weise eine grüne Eingrenzung der besonderen Art. Also muss man hier einen guten Gartenzaun auswählen, der stabil und sicher steht und im Idealfall einmal aufgebaut auch weder Wartung, noch Pflege benötigt. Die Breite und Höhe des Zaun spielt nur eine sekundäre Rolle, allerdings sind Machart und Design nicht ganz unwichtig.
Luftiges Konzept wählen
Desto stabiler und auch massiver der Zaun ist, umso beengender und bedrückender wirkt er. Auch selbst dann, wenn er begrünt wird. Ein luftiges Konzept ermöglicht Freiraum für Möglichkeiten und auch Fantasie, wie Kreativität. Zäune, die viel Ankermöglichkeiten zum Fixieren der Pflanzen bieten, sind hier die absoluten Gewinner. Man kann beispielsweise beim Doppelstabmattenzaun viele Rankpflanzen mit kleinen Drähten fixieren, damit sie schnell Halt finden und sich genügsam nach oben hangeln können. So kann man dann hier ganz leicht den Zaun begrünen, indem man Tomaten und Gurken, oder auch Bohnen an ihm hochwachsen lassen kann. Oder eben auch verschiedene Blumensorten, die es besonders lieben sich rankend zu entfalten.
Welche Blumen sollte man nutzen?
Es gibt einige Rankpflanzen, die im Sommer und schon teils im Frühjahr mit wunderschönen Blüten daherkommen und ihren verführerischen Duft versprühen. Dazu gehört beispielsweise die Clematis. Sie trägt wunderschöne, fast schon exotisch wirkende Blüten in einem leichten Lilaton und mit gelben Kelchen, oder auch ganz in weiß und rosa. Die Blüten sind groß und üppig und die Pflanze bildet schnell viele Triebe, die sich fest am Zaun entlang nach oben hangeln und überlappen dann auch die oberste Fläche des Zauns. Sie ist winterhart und desto älter sie wird, umso dicker und stabiler wird ihr Stamm. Tipp: Zu Beginn sollte man die Wurzel und den ersten Trieb am Boden etwas geschützt pflanzen, durch Bodendecker vielleicht bedecken, um auf diese Weise ein Austrocknen des Grundstocks der Clematis zu verhindern. Und: Meist reicht an einer langen Seite des Zauns von vielen Metern eine einzige Pflanze. Im Grunde gehört die Clematis zu einer der ergiebigsten und auch langlebigsten Rankblumen in unseren Gefilden. Aber auch andere Blumen, wie die Passionsblume, die mit ihren zarten Blüten verzaubert und ebenfalls recht schnell wuchert und wächst. Ganz besonders schön ist der Japanische Blauregen. Allerdings benötigt er schon eine gewisse Zaunhöhe, um seine länglichen Blütenstämme, die aus mehreren Blüten bestehen, ausbilden kann. Wenn er dann aber blüht, ist er sicherlich der Blickfang in jedem Garten.
Einfach nur grün
Manchmal recht es vielen aber auch einfach aus, wenn es überall grün und es müssen nicht zwingend Blüten an Bord sein. Da ist besonders das immergrüne und ganzjährige Efeu richtig. Es wächst vor sich hin, bildet kleine bis mittelgroße Blätter und ist eigentlich, was Härte und Beständigkeit angeht, kaum zu toppen. Aber: Efeu bildet einen ungemein starken Wuchs und hält sich dabei Dank seiner seitlich ausgeprägten „Haftfüße“ an den Untergründen fest. Wenn man es unkontrolliert wachsen lässt, wuchert es eine Mauerwerk oder einen Holzzaun buchstäblich zu und darüber hinaus alle angrenzenden Gemäuer und Co. Also sollte man beim Efeu lediglich ab und an einen Rückschnitt, bzw. Entfernen von neuen Trieben in die falsche Richtung vornehmen.
Bäume, Sträucher und mehr
Auch mit clever positionierten Bäumen und Sträuchern kann man einen Zaun völlig verdecken und unsichtbar werden lassen. Dazu kann man dann auch gleich niedrig wachsende Obstbäume nutzen, oder auch Sträucher, wie den Jasmin, der dann auch noch mit seinem betörenden Duft alle in seinen Bann zieht. Im Sommer und Herbst kann man dann am Ende Pflaumen, Birnen, Äpfel und auch Pfirsiche, oder Nektarinen ernten.
Übrigens: Die Kiwi wächst hierzulande mittlerweile sehr ergiebig und auch sie kann prima als Rankpflanze mit dem Extra der köstlichen Früchte eingesetzt werden. Man muss hier immer eine männliche und weibliche Pflanze nutzen, ansonsten bilde sei keine Früchte.